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Hier also ein Bericht vom Trainingstag. Hoffe, dass alle viel profitieren und schöne gemeinsame Momente verbringen konnten! Am Morgen des 27.03.2010 in aller Frühe fanden sich die fast 40 Teilnehmerinnen des Trainingstages und einige Zuschauer vor dem Hallenbad in Willisau ein. Es wird ein intensiver Tag und es galt keine Zeit zu verlieren. Was genau am Morgen vor sich ging, entging meiner Kenntnis (war erst am Nachmittag präsent), doch laut Plan stand Ringen mit Rolf Scherrer und ein Vortrag über Ernährungsergänzung mit dem ehemaligen Radprofi Harald Maier ("Das Leben ist wie Fahrrad fahren, sobald man stehen bleibt, kippt man um.") auf dem Programm. Am Mittag gab es ein Picknick aus dem Rucksack und um 14.30 Uhr ging es weiter. Die Teilnehmerinnen wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Frauen und Mädchen. Die Mädchen gingen zuerst in die Turnhalle zu Marcel Wisler, wo sie Brennball, Hockey und Stafetten machten. Den Frauen im Schwingkeller wurde von Thomas Bürgi Möglichkeiten der Bodenarbeit präsentiert. Es wurde gepackt, eingepackt, umgedreht und verdreht... Nun ja, das Üben war geprägt von Diskussionen, ob es nun von Vorteil ist, kurze oder lange Arme zu haben oder an was es sonst noch liegen könnte, wenn es irgendwie unbequem ist, den Schwung auszuführen. Ob kurze oder lange Arme, mit der Zeit klappte es dann schon ganz gut und man dachte über weitere Möglichkeiten nach. Beim Päckli hatten einige Frauen Mühe, bis sie ihre Partnerin in die "Winkposition" brachten. Winkposition? Ja! Wenn die Gegnerin so positioniert ist, dass sie nicht mehr entfliehen kann und es ihr dadurch nur noch erlaubt ist, zu winken und sich ins Sägemehl drücken zu lassen. Des Weitern bekamen wir noch einige Inputs was die Arbeit von Stand aus betrifft und es wurde noch kurz frei geschwungen. Dann mussten wir uns aber beeilen: Damit kein Sägemehl in die Turnhalle kommt, mussten alle duschen und sich dann zur Turnhalle des BBZ begeben, wo schon gewartet wurde. Es ging schnurstracks weiter mit Brennball u.a. Zum Schluss gabs Spiele wie "Ausbrechen" oder "Rüebli zupfen". Das "Rüebli zupfen" wird im Folgenden kurz erklärt, damit jeder sich dies vor dem geistigen Auge vorstellen kann, weil es zum Zuschauen recht amüsant ist: Es gibt eine Gruppe von Rüebli (resp. Frauen), die sich am Boden liegend einander die Arme einhenkt und so einen geschlossenen Kreis bildet. Jetzt kommt ein Rüeblizupfer, der versucht, ein Rüebli aus dem Kreis zu lösen, welches dann auch zu einem Zupfer wird. Die anderen Rüebli müssen das natürlich verhindern, da sie nicht geschwächt werden wollen. Nun rupft also eine Person einem Rüebli an den Beinen bis das Rüebli, welches sich extrem stark an den anderen festklammert, einfach nicht mehr kann und loslässt. Effekt des Ganzen: Die Oberarmmustkulatur wird gestärkt und es gibt gelegentlich blaue Flecken. Tipp an die Rüeblizupfer: Der Effort wird belohnt! Schwitzen die Rüebli sehr stark, werden der Turnhallenboden und die Hände feucht - das Rüebli lässt sich so vereinfacht aus dem Kreis ziehen. Nach dem Hallentraining gabs dann noch eine kleine Erfrischung: wir hatten das ganze Hallenbad für uns alleine. Es ist geschwommen, gepaddelt, auf Badizeugs rumgeturnt, ab dem Sprungbrett gesprungen worden. Man hat sich entspannt und liess sich treiben, liess den Tag Revue passieren. Gewisse sahen es auf andere ab und hatten irgendwo noch Restenergie, welche dann verbraucht wurde, um jene pausenlos anzuspritzen und zu tunken. Gespräche drifteten in verschiedene Richtungen: über Hallenbad-Tsunamis, den Trainingstag an sich, den Körper einweichen, unnötige Facebook-Tests, Eskimos, Essen, Sprachen, Kinder... Die Zeit verging schnell und so mussten wir auch schon wieder raus. Es gab einen Riesenandrang auf die Duschen. Gewisse Frauen gingen schnurstracks in die Männerkabine. Ein kleiner Junge war dadurch sehr verwirrt und wusste nicht mehr, wohin. Das Problem konnte jedoch behoben werden und auf jeden Fall kamen die Frauen auch wieder aus der Kabine raus. Bei einigen schien das Duschen gewisse Zeit in Anspruch zu nehmen, worauf wir uns erst mit ein wenig Verspätung zum Essen einfanden. Vor dem Hallenbadeingang wurde nochmals allen für ihren Einsatz gedankt und erste Leute verabschiedeten sich. Der Rest trottete ins Schlossfeld, wo Salat, Ghackets mit Teigwaren und (für die, die es bestellt haben) ein Ringercoup und Kaffee warteten. Gemütlich liessen wir nun den Abend ausklingen.
Nochmals herzlichen Dank an alle Beteiligten: Sei es für die Organisation, fürs Leiten, fürs Mitmachen, fürs Fotografieren or just for being there! Muchas gratias, moran taing, merci vöumau - und bis bald einmal!
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